Jahr: 2019

Historischer Lehrpfad von Kobarid

Das kleine Ort Kobarid ist eingerahmt von den majestätischen Gipfeln der Julischen Alpen. Kobarid ist bekannt geworden durch die Isonzo-Schlachten (Isonzo: ital. Name der Soča) im Ersten Weltkrieg, der größten Gefechte auf slowenischem Boden. Blutige Schlachten Zwischen 1915 und 1917 war das Soča-Tal Schauplatz blutiger Schlachten zwischen der italienischen und der österreich-ungarischen Armee. Am 23. Mai 1915 hatte Italien, Österreich-Ungarn den Krieg erklärt. Hunderttausende Soldaten kämpften im Hochgebirge. In den zwölf  Schlachten an der 90 km langen Isonzofront, sind bis zu 400.000 Soldaten gestorben. Zahlreiche Festungen, Kavernen, Schützengräben, Nachlässe und Friedhöfe wurden durch die heftigen Kämpfe in der Umgebung von Rombon, Bovec-Tal, Ravelnik, Krn-Gebirges und den Hügeln oberhalb des Tolmin-Beckens und Kobarid zurückgelassen. Oberhalb von Kobarid auf dem Bergrücken von Kolovrat ist der Berg von Schützengräben durchzogen. Bei einer Wanderung zum kleinen Bergsee Jezero v Lužnici habe ich einige Überreste aus dem Krieg gesehen – Teile von Granaten, Stacheldraht, Munitionsreste und viele andere Relikte. Historischer Lehrpfad von Kobarid – Spuren der 12. Isonzo-Schlacht Der 5 km lange Rundwanderweg verbindet in Kobarid / Karfreit historische sowie kulturelle Naturdenkmäler. …

Monte Matajur – Aussichtsberg mit Gipfelkapelle

Der Monte Matajur (1642 m) ist ein toller Aussichtsberg, mit Blick auf die Julischen Alpen und dem Krn. Der Krn liegt im Soča-Tal und ist einer der südlichsten Berge der Julischen Alpen. Das Wetter war an diesem Tag nicht so gut zum Wandern, aber mit den dramatischen Wolkenhimmel wirklich toll für einige Bilder. Ich liebe es wenn die dunklen Wolken vorbeiziehen und ich den Regen beobachten kann, wie er aus den Wolken fällt. Da es schon später Nachmittag war, habe ich mich für eine kleine Wandertour am Monte Matajur entschieden. Von meiner Unterkunft, dem kleinen Dorf Drežnica, dass direkt unterhalb des Krn liegt, sind es nur ein paar Kilometer bis zur italienischen Grenze. Von Kobarid aus bin ich über eine schmale kurvige Straße auf die italienische Seite gefahren, hoch zum Rifugio Alpino G. Pelizzo. Von hier aus ist es ein Katzensprung bis zum Gipfel. Der Monte Matajur (ital. Monte Mataiur) liegt an der Staatsgrenze zu Slowenien und Italien. Vom 1642 m hohen Gipfel habt ihr einen fantastischen Ausblick auf den slowenischen Norden und sein Soča-Tal …

Eingebettet im Gebirge – Kaprun Hochgebirgsstauseen

Schon zum zweiten Mal bin ich zu den Hochgebirgsstauseen in Kaprun gefahren, weil mich die Größe der Staumauern und der Berge sehr beeindruckt haben. Die Stauseen sind schon ein großer Touristenmagnet. Leider ist man hier oben nicht alleine, zumindest wenn ihr euch in der Nähe der Staumauern aufhält. Wie es eben überall in touristischen Gegenden ist, die direkt mit dem Auto oder Bus zu erreichen sind. Zu den Stauseen selber werdet ihr quasi hingebracht, mit dem Postbus, der durch mehrere recht enge und dunkle Tunnel rauscht. Der Bus fährt oft schnell und haarscharf an den steinigen Tunnelwänden entlang, je nach Busfahrer. Wahrscheinlich geht es deshalb hier selber nicht mit dem Auto hoch. Logistisch gesehen können so mehr Touristen an das Ziel gebracht werden. Wenn jeder selber fahren würde, wäre das Chaos auf den schmalen Straßen wohl perfekt. Grösster offener Schrägaufzug Europas Genügend Parkplätze stehen am Kesselfallhaus zur Verfügung. Von dort aus geht es zu Fuß weiter um sich ein Ticket zur kaufen, um danach mit dem Bus zum Lärchenwand Schrägaufzug zu fahren. Ein bisschen beengend …

Zwischen mächtigen Felswänden – Die Sigmund-Thun-Klamm

Heute habe ich wieder eine Klamm besucht. Davon gibt es in Österreich ja recht viele. Und die begeistern mich immer wieder. Bei mir zu Hause, auf dem flachen Land, gibt es so ein schönes Naturschauspiel leider nicht. Eine kleine Klamm, aber auf jeden Fall empfehlenswert. Die Sigmund-Thun-Klamm liegt am Rand des kleinen Touristenorts Kaprun. Durch die 320 m lange Klamm führen Holzstege und Brücken direkt über und am tosendem Wasser entlang. Die Klamm ist an einigen Stellen wirklich sehr schmal. Die Felswände ragen bis zu 32 m empor. An einem Wasserfall ist ein kurzer Abschnitt des Holzstegs überdacht. Trotzdem wurde ich etwas nass und musste meine Kamera verstauen. Es gibt keinen Gegenverkehr, die Klamm kann nur in eine Richtung durchlaufen werden. Zum Fotografieren ein großer Vorteil. An diesem Tag war recht wenig los. Mein Glück! Vielleicht auch weil die Klamm zu den kleineren gehört und schneller zu durchlaufen ist. Zurück zum Eingang geht es über einen Weg oberhalb der Klamm. Klammhexe und Klammgeist Kurz vorm Ausgang der Klamm verabschieden mich die Klammhexe und der Klammgeist. …