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Slowenien – ein Land für Naturliebhaber

Ich reise gerne und oft bin ich am Überlegen welches Land auch mit kleinem Budget bereist werden kann. Meine bessere Hälfte wollte unbedingt zu einem Metalfestival nach Slowenien und er fragte mich ob ich nicht mitkommen wollte. Sofort habe ich mich im Internet nach dem kleinen Land, was für viele nur als Durchreiseland zu Kroatien bekannt ist, informiert. Ich war sofort von der großartigen unberührten Natur begeistert. Ich liebe die Natur und bin sehr gerne draußen. Und Slowenien ist sehr grün, ein Paradies für Wanderer, Radsportler und Wassersport-Freaks, die sich auf der smaragdgrünen Soča tummeln. Jedes fünfte Auto was einem entgegenkommt hat ein Kajak, Kanu oder Schlauchboot auf dem Dach.

Anreise

Da wir im Urlaub immer mobil sein möchten, haben wir uns entschlossen mit unserem kleinen, 15 Jahre alten Auto (ja, das hat super funktioniert), die 1075 km bis in die Region Goriska zu fahren. Da ich die ganze Strecke alleine fahren musste, sind wir schon einen Tag früher losgefahren, um nicht die ganzen Kilometer in eins durchfahren zu müssen. Es ging freitags direkt nach der Arbeit los. Bis zur Übernachtungsmöglichkeit, in Wiesent, eine Gemeinde im oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern, haben wir wegen mehreren Staus 8 Stunden gebraucht. Gut das wir in dieser Unterkunft auch nachts ankommen konnten. Ich habe so etwas schon geahnt und mich um eine Unterkunft gekümmert, zu der man zu jeder Zeit anreisen kann, auch für nur eine Nacht. Das ist in der Hauptsaison nicht immer so einfach etwas passendes zu finden. Ich hatte Glück, es war das letzte freie Zimmer im Haus. Der Zimmerschlüssel wurde an ein abgemachtes Plätzchen gelegt. Und ich bin um 1:30 Uhr tot ins Bett gefallen. Am nächsten Tag, gut ausgeschlafen und ordentlich gefrühstückt, ging es über Österreich und Italien nach Slowenien. Am besten in Österreich noch einmal volltanken. Dort ist es am günstigsten! Ich ziehe es meistens vor kleinere Straßen zu fahren um mehr von der Landschaft zu sehen und auch anhalten zu können um zu fotografieren. Von Wiesent nach Bovec, etwa 450 km – je nachdem wie man fährt, sind wir noch einmal 8 Stunden unterwegs gewesen. Aber wie gesagt, es waren auch viele kleinere Straßen dabei, die wir gefahren sind. Von Italien, durch den Ort Tarvisio, ging es über den schmalen Predilpass Richtung Bovec. Der Predilpass ist 1156 m hoch. Der Ausblick auf die Berge ist traumhaft. Endlich wieder Berge!

Bovec – im Tal der Soča

Bovec liegt im Nordwesten von Slowenien in den Julischen Alpen, direkt am Triglav Nationalpark. Der Ort lebt hauptsächlich vom Tourismus. Es gibt hier viele Unterkünfte und Zeltplätze. Im Sommer werden Wander-, Kajak-, und Rafting Touren angeboten. In den Sportgeschäften kann alles gekauft werden, was für die Outdoor-Aktivitäten gebraucht wird.

In der ersten Woche hatte ich eine kleine Ferienwohnung (für nur 130 €/8 Tage, für eine Person in der Hauptsaison!) in Čezsoča. Meine bessere Hälfte hat sich auf dem MetalDays in Tolmin ausgetobt. Die nächste Woche hatten wir dann zusammen eine Ferienwohnung im Hauptort Bovec. In Bovec tummeln sich die Outdoor Freaks. Alle sehen sportlich aus und sind auch sportlich gekleidet. In der Gegend um Bovec wurden sogar einige Szenen vom Film „Die Chroniken von Narnia: Prinz Kaspian von Narnia“ gedreht. Das Flusstal von Bovec sieht landschaftlich ähnlich aus wie Neuseeland, wo auch einige Teile des Films gedreht wurden.

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Soča-Rinnen

Die Soča (liegt direkt an der Ortschaft Čezsoča) ist der schönste Fluss den ich je gesehen habe. Glasklar, smaragdgrün, wild und ursprünglich. Mal zwängt sich das Wasser durch enge Schluchten, mal ist das Flussbett breit und geschwungen. Die Quelle des Flusses entspringt im Trenta Tal in den Julischen Alpen. Auf den Weg in den Süden hat die Soča viele Klammen und Schluchten geformt. Über zahlreiche zum Teil abenteuerliche Hängebrücken kann der Fluss überquert werden. In einigen ausgeformten Trögen habe ich sogar die Soča-Forelle gesehen.

Auch einige Bergseen sind sehr beeindruckend. Meine erste mittelschwere Bergwanderung ging zum Krn-See. Der See ist nur zu Fuß zu erreichen. Ist der etwas anstrengende Aufstieg erst einmal geschafft, belohnt der schöne Ausblick in die Bergwelt und ihre Seen. Der kleinere Duplje-See, etwas versteckt und über einen schmalen Pfad zu erreichen, hat mir persönlich besser gefallen als der größere Krn-See.

Wanderwege auf dem Gebiet von Bovec

* Soča-Weg (Soška pot)
* Weg des Friedens (Pot miru)
* Alpe Adria Weg (pot Alpe Adria)
* Mangart
* Krn-See (Krnsko jezero)
* Karster Felsplateau Kriški podi
* Triglav

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Meine Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele

* Vršič-Pass
* Quelle der Sava
* Soča
* Krn-See (Krnsko jezero)
* Wasserfall Kozjak
* Wasserfall Boka
* Tolminer Klammen
* Vintgar-Klamm
* Piran

Historischer Lehrpfad von Kobarid

Das kleine Ort Kobarid ist eingerahmt von den majestätischen Gipfeln der Julischen Alpen. Kobarid ist bekannt geworden durch die Isonzo-Schlachten (Isonzo: ital. Name der Soča) im Ersten Weltkrieg, der größten Gefechte auf slowenischem Boden.

Blutige Schlachten

Zwischen 1915 und 1917 war das Soča-Tal Schauplatz blutiger Schlachten zwischen der italienischen und der österreich-ungarischen Armee. Am 23. Mai 1915 hatte Italien, Österreich-Ungarn den Krieg erklärt. Hunderttausende Soldaten kämpften im Hochgebirge. In den zwölf  Schlachten an der 90 km langen Isonzofront, sind bis zu 400.000 Soldaten gestorben. Zahlreiche Festungen, Kavernen, Schützengräben, Nachlässe und Friedhöfe wurden durch die heftigen Kämpfe in der Umgebung von Rombon, Bovec-Tal, Ravelnik, Krn-Gebirges und den Hügeln oberhalb des Tolmin-Beckens und Kobarid zurückgelassen. Oberhalb von Kobarid auf dem Bergrücken von Kolovrat ist der Berg von Schützengräben durchzogen. Bei einer Wanderung zum kleinen Bergsee Jezero v Lužnici habe ich einige Überreste aus dem Krieg gesehen – Teile von Granaten, Stacheldraht, Munitionsreste und viele andere Relikte.

Italienisches Beinhaus mit den Überresten von 7.014 bekannten und unbekannten gefallenen italienischen Soldaten

Auf den Tafeln stehen die Namen der gefallenen Soldaten

Italienisches Beinhaus – Soldatenfriedhof der Gefallenen im Ersten Weltkrieg

Unterhalb der Kirche des Heiligen Anton, ist das Beinhaus in Form eines Achtecks mit drei konzentrischen Kreisen gebaut worden

Aussicht vom Beinhaus, Sacrario dei Caduti di Caporetto

Blick vom Beinhaus in das Soča-Tal

Historischer Lehrpfad von Kobarid – Spuren der 12. Isonzo-Schlacht

Der 5 km lange Rundwanderweg verbindet in Kobarid / Karfreit historische sowie kulturelle Naturdenkmäler. Ein Beinhaus für tausende im Ersten Weltkrieg gefallene Soldaten und einem kleinen Gebäude mit einer privaten Museumssammlung, die steinzeitliche Ausgrabungsstätte Tonocov Grad, eine Hängebrücke die über die smaragdgrünen Soča führt, weiter entlang der Soča bis zur Napoleonbrücke und vorbei am Museum Karfreit. Den Abstecher zum Wasserfall Slap Kozjak habe ich ausgelassen, weil ich dort schon zweimal war. Der Wasserfall fällt 15 Meter tief, in eine Grotte. Über einen Holzsteg könnt ihr direkt in die Grotte gehen. Im Sommer kann dort recht viel los sein. Der Slap Kozjak ist wunderschön und auf jeden Fall einen Besuch wert! Auch das Kriegsmuseum Karfreit (Kobariški Muzej), welches ich schon ein Jahr zuvor besucht habe, ist sehr interessant und erschreckend zugleich.

Historischer Lehrpfad mit Blick auf die Berge

Die steinzeitliche Ausgrabungsstätte Tonocov grad liegt auf einem 412 m hohen Hügel

Die Zisterne der Ausgrabungsstätte wurde teilweise rekonstruiert

Schützengraben aus dem Ersten Weltkrieg

Über eine Hängebrücke geht es über die türkisblaue, glasklare Soča

Der Name Napoleonbrücke entstand als Napoleons Truppen Richtung Predel marschierten

Blick von der Napoleonbrücke auf die engste Schlucht der Soča bei Kobarid

Auf dem Weg zurück nach Kobarid

Mit Fischen dekorierte Wand

Das Museum von Kobarid zeigt den Krieg und das Leben während des Krieges in Texten, Fotografien, Landschaftsmodellen und vielen Ausstellungsstücken wie Waffen, Uniformen, Munition und Alltagsgegenständen

Kobarid

 

Weitere Informationen

https://www.kobariski-muzej.si/deu/

 

Rundwanderung – Historischer Lehrpfad von Kobarid

 

Monte Matajur – Aussichtsberg mit Gipfelkapelle

Der Monte Matajur (1642 m) ist ein toller Aussichtsberg, mit Blick auf die Julischen Alpen und dem Krn. Der Krn liegt im Soča-Tal und ist einer der südlichsten Berge der Julischen Alpen. Das Wetter war an diesem Tag nicht so gut zum Wandern, aber mit den dramatischen Wolkenhimmel wirklich toll für einige Bilder. Ich liebe es wenn die dunklen Wolken vorbeiziehen und ich den Regen beobachten kann, wie er aus den Wolken fällt.

Wanderweg zum Gipfel des Monte Matajur, mit Blick auf die markante Nase des Berges Krn

Da es schon später Nachmittag war, habe ich mich für eine kleine Wandertour am Monte Matajur entschieden. Von meiner Unterkunft, dem kleinen Dorf Drežnica, dass direkt unterhalb des Krn liegt, sind es nur ein paar Kilometer bis zur italienischen Grenze. Von Kobarid aus bin ich über eine schmale kurvige Straße auf die italienische Seite gefahren, hoch zum Rifugio Alpino G. Pelizzo. Von hier aus ist es ein Katzensprung bis zum Gipfel.

Der Monte Matajur (ital. Monte Mataiur) liegt an der Staatsgrenze zu Slowenien und Italien. Vom 1642 m hohen Gipfel habt ihr einen fantastischen Ausblick auf den slowenischen Norden und sein Soča-Tal und südlich in das italienische Hügelland um Udine, bis zur Adria. Zum Meer sind es nur 45 km. Der Monte Matajur ist nicht sehr hoch, aber der Ausblick lohnt sich allemal!

Schlechtes Wetter am Berg

Dank des schlechten Wetters habe ich auf dem Monte Matajur auch nur zwei Wanderer angetroffen. Durch den Regen war der Aufstieg matschig und rutschig. Oben an der Gipfelkapelle angekommen der herrliche Ausblick auf die Julischen Alpen. Sogar die Adria war bei diesem Wetter aus der Ferne noch zu erkennen. Ich war bestimmt ein halbe Stunde auf dem Gipfel um die Aussicht zu genießen. Viele dunkle Wolken zogen vorbei. Heftige Schauer vielen vereinzelt aus den Wolken und ab und an durchdrangen ein paar Sonnenstrahlen die dunkle dicke Wolkendecke. Da die Wolken immer bedrohlicher aussahen und es auch schon dämmrig wurde, musste ich mich schnell auf den Rückweg machen. Durch ein kleines Felsenmeer und einen letzten Blick auf den Krn, ging es bergab Richtung Rifugio Alpino G. Pelizzo, wo ich mein Auto geparkt habe.

Unterhalb des Gipfels des Krn (Berg ganz links) liegt das kleine Dorf Drežnica

Von der Gipfelkapelle aus, ist weit hinten die Adria zu sehen

Schlechtes Wetter auf dem Gipfel des Monte Matajur

Immer wieder fällt Regen aus den Wolken

Sonnenstrahlen drangen ab und zu durch kleine Wolkenlücken

Blick auf die Julischen Alpen und die heranziehenden dunklen Wolkenfronten

Die 12. Isonzoschlacht

Auf dem Gipfel des Monte Matajur befand sich im 1. Weltkrieg eine strategisch wichtige befestigte Stellung der italienischen Armee. In der 12. Isonzoschlacht am 26. Oktober 1917 wurde diese Stellung von deutschen Infanterieeinheiten unter Erwin Rommel gegen eine italienische Übermacht in einem schnellen Sturmangriff erobert. Die kleine Gipfelkapelle erinnert an die gefallenen Soldaten der 12. Isonzoschlacht. Heute wird das Gebiet rund um den Gipfel für die Almwirtschaft genutzt.

Die kleine Kapelle erinnert an die Gefallenen der Zwölften Isonzoschlacht

Abstieg durch ein kleines Felsenmeer, mit Blick auf den Krn

Bei meinem nächsten Slowenienbesuch möchte ich gerne die größere Runde über den langen Bergkamm wandern.

 

Meine Wandertour auf den Aussichtsgipfel Monte Matajur

Eingebettet im Gebirge – Kaprun Hochgebirgsstauseen

Schon zum zweiten Mal bin ich zu den Hochgebirgsstauseen in Kaprun gefahren, weil mich die Größe der Staumauern und der Berge sehr beeindruckt haben. Die Stauseen sind schon ein großer Touristenmagnet. Leider ist man hier oben nicht alleine, zumindest wenn ihr euch in der Nähe der Staumauern aufhält. Wie es eben überall in touristischen Gegenden ist, die direkt mit dem Auto oder Bus zu erreichen sind. Zu den Stauseen selber werdet ihr quasi hingebracht, mit dem Postbus, der durch mehrere recht enge und dunkle Tunnel rauscht. Der Bus fährt oft schnell und haarscharf an den steinigen Tunnelwänden entlang, je nach Busfahrer. Wahrscheinlich geht es deshalb hier selber nicht mit dem Auto hoch. Logistisch gesehen können so mehr Touristen an das Ziel gebracht werden. Wenn jeder selber fahren würde, wäre das Chaos auf den schmalen Straßen wohl perfekt.

Grösster offener Schrägaufzug Europas

Genügend Parkplätze stehen am Kesselfallhaus zur Verfügung. Von dort aus geht es zu Fuß weiter um sich ein Ticket zur kaufen, um danach mit dem Bus zum Lärchenwand Schrägaufzug zu fahren. Ein bisschen beengend ist es in dem offenen Schrägaufzug schon etwas. Hier passen 185 Personen rein. Und der Aufzug wird auch ordentlich mit Menschen befüllt und die werden wiederum auch vernünftig abgezählt … es muss sich ja schließlich lohnen. Der Plattformwagen hat eine Fläche von 9 x 5,4 Metern. Der Aufzug, mit einer Spurweite von 8, 2 Meter, ist das größte personenbefördernde Schienenfahrzeug der Welt. Trotzdem recht eng mit den vielen Touristen, zumindest für mich freiheitsliebenden Menschen. Die Fahrt selber dauert ca. 5 Minuten. Danach geht es wieder mit dem Postbus über kurvige, hohe Straßen und mehrere schmale Tunnel, hoch zu den Stauseen.

Am Ziel angekommen, ein unglaubliches Bergpanorama und ein tolles Erlebnis über die gewaltigen Staumauern zu gehen. Die Fahrt hier hoch lohnt sich auf jeden Fall. Ich selber konnte mich hier ein paar Stunden gut beschäftigen um die Gegend zu erkunden und viele Fotos zu machen. Viele unterschiedliche Blumen und Insekten gibt es hier auch zu entdecken.

Mit dem Postbus geht es auf kurvigen Straßen zu den Hochgebirgsstauseen

Der Stausee Mooserboden liegt auf 2036 m

Die zwei Speicherseen, Wasserfall- und Mooserboden

Der Stausee Mooserboden hat eine Länge von 3 Kilometern. Die Staumauer Moosersperre ragt fast senkrecht 107 m in die Höhe. Die Sperrmauer spannt sich auf 494 m zwischen die Felsen. Zwischen der Moosersperre und der Drossensperre, die direkt dahinter liegt, führt ein Wanderweg von 2040 m auf die 2108 m hohe Höhenburg. Von hier oben habt ihr einen tollen Rundumblick auf beide Stauseen, Mooserboden und Wasserfallboden. Der Stausee Wasserfallboden ist immerhin auch noch 2,7 km lang. Die Drossensperre ist 112 m hoch und 357 m lang.

Aussicht von der Höhenburg auf den Stausee Wasserfallboden

Höhenburg auf 2108 m Höhe

Steinmännchen am Wanderweg zur Höhenburg

Blick vom Wanderweg der Höhenburg auf die Drossensperre und den Stausee Mooserboden

Die Drossensperre ist 112 m hoch und 357 m lang

Für die Drossensperre wurde 335.000 m³ Beton verbaut

Ein Teil des Besucherzentrums Erlebniswelt Strom

Verhungern müsst ihr hier oben natürlich auch nicht. Es gibt das Bergrestaurant Mooserboden und am Besucherzentrum Erlebniswelt Strom gibt es einen Kiosk wo es kleinere Mahlzeiten, Snacks, Eis, leckeren Kuchen, sowie Getränke zu kaufen gibt.

Und was bestimmt auch total interessant ist – eine Staumauerführung. Nicht auf der Mauer, sondern in der Mauer, quasi im Innenleben des Bauwerks. Werde ich bei meinem nächsten Besuch mitmachen. Alle guten Dinge sind ja drei 😉 Für diesen Tag war es leider schon zu spät.

Zwischendurch noch ein Grollen aus einer Bergflanke … für mich ein kleines Erlebnis, einen Steinschlag beobachten zu können.

Klettern in der Klettersteigarena Höhenburg, mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden für Anfänger/Einsteiger und Profis

„Aus Arbeit und Opfer ein Werk“ – Denkmal für die verunglückten Bauarbeiter

Stausee Mooserboden v. l. Schwarzköpfl, Schattseitköpfl, Karlinger Kees, Hohe Riffl

Was ich euch noch empfehlen kann, um den Bergen ganz nah zu sein, mit so richtig tollen Ausblicken, einer frischen, steifen Brise, und nur ein paar Meter von den Stauseen entfernt: das Kitzsteinhorn. Ein Schnee- und Naturerlebnis auf 3.000 Metern! Auch ein Ausflug zu der Siegmund-Thun-Klamm, die in der Nähe liegt, lohnt sich!

Weitere Informationen

www.verbund.com/de-de/ueber-verbund/besucherzentren/kaprun

Zwischen mächtigen Felswänden – Die Sigmund-Thun-Klamm

Heute habe ich wieder eine Klamm besucht. Davon gibt es in Österreich ja recht viele. Und die begeistern mich immer wieder. Bei mir zu Hause, auf dem flachen Land, gibt es so ein schönes Naturschauspiel leider nicht.

Am Anfang der Sigmund-Thun-Klamm

Kleiner Wasserfall in der Sigmund-Thun-Klamm

Eine kleine Klamm, aber auf jeden Fall empfehlenswert. Die Sigmund-Thun-Klamm liegt am Rand des kleinen Touristenorts Kaprun. Durch die 320 m lange Klamm führen Holzstege und Brücken direkt über und am tosendem Wasser entlang. Die Klamm ist an einigen Stellen wirklich sehr schmal. Die Felswände ragen bis zu 32 m empor. An einem Wasserfall ist ein kurzer Abschnitt des Holzstegs überdacht. Trotzdem wurde ich etwas nass und musste meine Kamera verstauen.

Es gibt keinen Gegenverkehr, die Klamm kann nur in eine Richtung durchlaufen werden. Zum Fotografieren ein großer Vorteil. An diesem Tag war recht wenig los. Mein Glück! Vielleicht auch weil die Klamm zu den kleineren gehört und schneller zu durchlaufen ist. Zurück zum Eingang geht es über einen Weg oberhalb der Klamm.

Das Wasser der Ache formt die Klamm

Am Wasserfall ist ein kurzes Stück des Holzstegs überdacht

Vom Eintrittspreis wird die laufende Pflege und jährliche Instandhaltung des Holzstegs finanziert

An einigen Stellen etwas nass

Entlang der Sigmund-Thun-Klamm

Klammhexe und Klammgeist

Kurz vorm Ausgang der Klamm verabschieden mich die Klammhexe und der Klammgeist. Schilder weisen auf die beiden Felsformationen hin. Dafür braucht man nicht einmal viel Fantasie um die beiden zu entdecken! Am Ausgang habe ich über einen Lehr- und Wanderweg den schönen Klammsee umrundet. Von hier aus ist sogar die Staumauer vom Wasserfallboden zu sehen.

Der Klammsee mit Blick auf die Limbergsperre vom Wasserfallboden

Die Kapruner Ache – Ein Gebirgsfluss im Kapruner Tal

Zur Entstehung der Sigmund-Thun-Klamm: Ein großer Gletscher bewegte sich vor etwa 14.000 Jahren langsam durch das Kapruner Tal. Als der Gletscher abschmolz hinterließ er den besonderen Taleinschnitt. Die Kapruner Ache entspringt unterhalb des Kaprunertörl (2639 m) und erreicht nach etwa 1 km den Stausee Mooserboden. Die Hochgebirgsstauseen Kaprun sind auf jeden Fall einen Besuch wert! Ich war schon zwei Mal dort. Vom Stausee Mooserboden fällt die Kapruner Ache steil ab zum Kesselfall (Alpenhaus) und erreicht kurz vor Talende den kleineren Stausee, den Klammsee und dann die Sigmund-Thun-Klamm. Der Gebirgsfluss hat sich bis zu 32 Meter tief in den Fels eingeschnitten und die Sigmund-Thun-Klamm geformt.

Weitere Informationen

www.klammkaprun.at

Willkommen 2019 – Silvester am Stadthafen I in Münster

An Silvester mit dem Drahtesel zum Hafen und das Silvesterfeuerwerk bestaunen. Ein schönes Plätzchen ausgesucht, Stativ rausgeholt, Kamera startklar gemacht … und aufpassen das man nicht von einer Rakete abgeschossen wird. Auf geht´s 😉

Blick auf den Stadthafen I in Münster

Links ist ein Teil vom Lokal „Wolters im Speicher“ zu sehen

Silvester direkt vor der Nase, im Hintergrund das Lokal „Wolters im Speicher“

Schön bunt

Auf der Schillerstraßen-Brücke wurde das neue Jahr begrüßt

Naturschauspiel Kitzlochklamm in Taxenbach

Die Kitzlochklamm liegt mitten im Salzburger Land, am Rande des Nationalparks Hohe Tauern. Regen und Schmelzwasser formten die Klamm über viele Tausend Jahre. Das Wasser der Rauriser Ache rauscht durch den Kalkschiefer und formt bis heute die senkrechten Felswände und Wassertröge. Die Rauriser Ache mündet später in die Salzach. Holzstege und Brücken führen die Besucher durch die Klamm. Die Schlucht selber ist 1.500 m lang. Besucher bewältigen einen Höhenunterschied von 100 m über gut gesicherte Holzstege. Der Rundweg führt auch durch den Ritzstollen, der schon 1553 auf der Suche nach Gold in den Berg geschlagen worden ist.

Wasserfall am Anfang des Rundweges

Schmale Wege mit zum Teil überhängenden Felsen führen durch die Kitzlochklamm

Holzstege führen durch die Schlucht

Über viele Stufen geht es in den oberen Teil der Kitzlochklamm

Es ist nicht einfach die Größe der Kitzlochklamm und die gewaltigen Felswände auf Bildern festzuhalten. In echt wirkt die Klamm viel gewaltiger. Der Blick in die Schlucht ist fantastisch. Von weit oben wirken die Besucher auf den Holzstegen wie kleine wuselnde Ameisen.

Ein toller Ausblick von oben auf einen Teil der Kitzlochklamm

Oberhalb der Stege ist der Kitz Klettersteig zu sehen

Eine Hohe Brücke zwischen den senkrechten Felswänden

Kitz Klettersteig – Highlight für Kletterer

Eine sportliche Herausforderung in der Kitzlochklamm ist der 300 m lange Kitz Klettersteig, der auf der gesamten Länge sehr ausgesetzt ist. Der Höhenunterschied beträgt 150 m. Der Klettersteig ist durch seine vielen steilen Quergänge sehr kräfteraubend und nur für geübte Kletterer geeignet! Schwierigkeitsgrad: Stellen D, meistens C. Die Variante Höhlensprint ist extrem schwer und mit E/F bewertet. Der Höhlensprint gehört derzeit zu den schwersten Klettersteigmetern in Salzburg. Der Durchstieg dauert ca. 2 – 3 Stunden. Ich fand es schon sehr beeindruckend wie sich die Kletterer in der großen Wand bewegten. Nur bei genauerem Durchsuchen der senkrechten Felswand habe ich überhaupt die Menschen entdeckt.

Die Kletterer sind in der senkrechten Wand des Kitz Klettersteigs schwer zu finden

Weitere Informationen

www.taxenbach.at

Großglockner Hochalpenstraße – 48 km hochalpines Fahrvergnügen

Mit einem Ford Ka über die Großglockner Hochalpenstraße – ja das geht! Es war an diesem Tag  dass kleinste Auto auf der Straße, aber Spaß macht es auch mit einem kleinen wendigen Flitzer. Übrigens sagten mir Slowenien das mein Ford Ka für die kleinen kurvigen Schotterpisten in Slowenien zu den Almen hoch, perfekt ist! Kann ich nur bestätigen. Aber es geht jetzt und hier um die berühmte Panoramastraße zum Großglockner.

Großglockner Hochalpenstraße

Felsformation im Bereich der Hexenküche zwischen Hochmais und Edelweißwand

48 km durch hochalpine Regionen

Die Großglockner Hochalpenstraße zählt mit zu den schönsten Panoramastraßen Europas und führt mitten in den Nationalpark Hohe Tauern hinein. Entlang der Straße gibt es Ausstellungen, Themenwanderwege, Stauseen, Wasserfälle, mehrere Gasthöfe und die wunderschöne Natur mit 30 Dreitausendern! Am Ende der Straße ist die Kaiser-Franz-Josef-Höhe auf einer Höhe von 2.369 m mit Blick auf den größten Berg Österreichs, den Großglockner und die Pasterze. Die Pasterze ist mit einer Länge von ca. 8 km der größte Gletscher Österreichs. An der Kaiser-Franz-Josef-Höhe gibt es ein Parkhaus, indem auch Alpenkrähen brühten, eine Ausstellung, Glockner-Kino, Großglockner-Panoramaraum, Nationalpark Infostelle und natürlich auch ein Souvenir Shop. Dort habe ich mir Schokoberge gekauft. Also nicht Berge an Schokolade, sondern Nuss Schokolade Berge, in klein ;-). Schmeckten sehr gut! Und waren auf dem Rückweg auch schnell verputzt.

Hinter jeder Kurve beeindruckende Berglandschaften – links ein Teil des Fuscher Törls

Die Edelweißspitze (2.571 m) – Höchster Punkt der Großglockner Hochalpenstraße

Kurz vor dem Fuscher Törl geht es links auf einen Parkplatz, des Restaurants Fuschertörl. Und von dort eine schmale kurvige Straße zur Edelweißspitze hoch. Ich habe mein Auto unten geparkt und bin bis zur Edelweißspitze hochgelaufen. Der Weg ist recht steil, aber als ich oben war, war ich recht froh, weil der Parkplatz hier oben mehr als voll war. Außerdem hatte ich die Möglichkeit viele schöne Bilder zu machen. Oben auf der Edelweißspitze hatte ich auch noch das Glück einen Greifvogel zu beobachten. Unglaublich schön, wie elegant das Tier über die Berge kreiste. Auf der Edelweißhütte gibt es leckere einheimische und bezahlbare Gerichte. Kann ich wirklich empfehlen. In der Hütte war es nicht einmal voll im Gegensatz zum Parkplatz. Und hier wird man wirklich schnell bedient. Neben der Edelweißhütte gibt es auch Chalets zu mieten, direkt am Hang, mit einem atemberaubenden Ausblick auf die umliegende Bergwelt. Wirklich ein Traum … ja, ich liebe die Berge!

Auf dem Weg zur Edelweißspitze hat man einen perfekten Blick auf das Fuscher Törl

Zwischen dem Fuscher Törl und Fuscher Lake gibt es die Informationsstelle Greifvögel, auf einer Höhe von 2.320m. Hier wird auf mehreren Schautafeln die Welt der Greifvögel in den Alpen erklärt und auch die unterschiedlichen Greife vorgestellt, die hier in der Region leben.

Greifvogel von der Edelweißspitze fotografiert

Ausblick von der Edelweißspitze auf die Großglockner Hochalpenstraße und das Fuscher Törl

Direkt an der Großglockner Hochalpenstraße ist der Nassfeldspeicher mit einer kleinen Staumauer und mehreren Wasserfällen

Der Margaritzenstausee speichert das Wasser vom Gletscher Pasterze und des Leiterbaches

Blick auf den Margaritzenstausee (hinten) und den Sandersee (vorne)

Großglockner und Pasterze

Das Highlight der Straße ist der höchste Berg Österreichs, der 3.798 m hohe Großglockner und der längste Gletscher der Ostalpen, die Pasterze. Die Pasterze ist ca. 8 km lang und verliert jedes Jahr um die 10 m. Deshalb verändert sich der Wanderweg bis zum Gletscher auch jedes Jahr. Von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe gibt es eine Gletscherbahn hinunter zur Pasterze. Die Gletscherbahn fährt täglich von 10:00 – 16:00 Uhr. Es gibt auch eine 300 m lange Treppe die zum Gletscher führt. Eigentlich hatte ich eine Rundwanderung vom Pasterzen Schrägaufzug zum Sandersee und Margaritzenstausee geplant. Leider war es zeitlich schon etwas spät für die große Runde. Parkmöglichkeiten gibt es hier genug im Parkhaus. Was ich total witzig fand, die Straße entlang der Franz-Josef-Höhe, stehen Schilder mit dem Hinweis dass unten weiter Murmeltiere leben. Und es stimmt wirklich! Da wo ein Schild steht gibt es auch wirklich Murmeltiere zu sehen. Und auch recht viele! Überall pfeifft es 😉

Wolkenverhangener Gipfel des Großglockners (Mitte im Bild)

Gletscherbahn rechts und die lange Treppe die zur Pasterze hinunterführt

Panoramabild (leicht gebogen da aus mehreren Bildern zusammengesetzt), Großglockner (Mitte, etwas rechts) und die Pasterze, die kurz vor dem Sandersee endet

Der größte Gletscher Österreichs, die Pasterze – im Hintergrund der 3.453 m hohe Johannisberg

Die Großglockner Hochalpenstraße hat von Anfang Mai bis Anfang November geöffnet. Im Jahr 2018 kostete eine PKW-Tageskarte 36,50 Euro. Viel Spaß bei der Fahrt!

Weitere Informationen

www.grossglockner.at

Durch das Felbertal zum Naturdenkmal Hintersee

Wanderung zum Hintersee (1313 m) bei zum Teil sehr schlechtem Wetter. Immer wieder hat es geregnet. Aber wie sagt man, es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung! Und da ich auf den Wegen nicht klettern musste, hatte ich auch noch eine Hand für den Regenschirm frei. Der war allerdings bei den Windböen nicht oft im Einsatz.

Schlechtes Wetter im Felbertal

Los geht´s

Gestartet bin ich vom Schösswendklamm-Parkplatz, der kurz nach einer Abzweigung, einer großen Linkskehre der Felbtauernstraße, liegt. Es ist ein kleiner Parkplatz. Erst am Ziel der Wanderung, den Hintersee, habe ich gesehen dass fast direkt am See ein großer Parkplatz ist. Für viele ein Vorteil, für manche eher ein Nachteil. Denn wenn jeder direkt am Ziel parken kann, ist dort auch viel los. An diesem Tag ging es … das Wetter war ja recht durchwachsen.

Abwarten bis es weniger regnet

Die Schösswendklamm ist eine kleine Klamm, über die eine Brücke führt. Die Brücke ist bei Regen sehr rutschig! Hier bin ich … schwups … auf meinem Allerwertesten gelandet. Das tosende Wasser kann über eine kleine Aussichtsplattform beobachtet werden. Es ist bis jetzt die kleinste, zumindest einsehbare Klamm, die ich in Österreich besucht habe. Deshalb muss für die Klamm auch kein Eintritt bezahlt werden :-). Über schmale matschige Wanderwege geht es am Felberbach entlang. Nach ca. 3 km gibt es den ersten wunderschönen Ausblick auf den Hintersee, die Hinterseealm mit die umliegenden schroffen steilen Bergflanken. Das tolle in den Bergen sind für mich immer wieder diese unglaublich weiten Aussichten über die Täler und Berge. Ein für mich unglaubliches Gefühl der Freiheit.

Ausblick auf die umliegenden Berge des Hintersees

Ein Parkranger steht an einem der vielen Wasserfälle die teilweise unter dem Eis fliessen

Das Eis ist mit Erde überdeckt

Naturgewalten lassen den Hintersee entstehen

Der Hintersee entstand 1495 durch ein Erdbeben, dass einen gewaltigen Erdrutsch auslöste. Gesteinsmassen stauten das Wasser des Hintersees auf, der durch Regen- und Schmelzwasser der umliegenden Berge, der Hohen Tauern, gespeist wird. 1933 wurde der Hintersee als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.

Der Hintersee ist ca. 300 m lang, 200 m breit und 70 m tief

Am Trogschluss des Felbertals fallen zahlreiche hohe Wasserfälle über die steilen Berghänge ins Tal. Etwas weiter, auf der linken Seite hinter der Gamsblickhütte, fällt der Schleierfall 80 m tief. Leider zerschneiden Hochspannungsleitungen den schönen Ausblick auf den Schleierfall und die Berge.

Der 80 m hohe Schleierfall

Eine Herde Ziegen unterhalb des Schleierfalls

Blick vom Schleierfall

Der Hintersee ist auch Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Plattachsee (2200 m) und zur St. Pöltner Hütte (2481 m). Diese Tour möchte ich auf jeden Fall auch noch machen. Oben weiter wird es ja immer schöner und auch einsamer 😉

Die Wanderung zum Hintersee kann ich euch empfehlen. Einfach begehbare Wege z. T. auch Straße ohne steile Anstiege. Also eine Wanderung für die ganze Familie, auch bei schlechtem Wetter machbar. Herrliche Ausblicke auf die umliegenden Berge und die vielen Wasserfälle. Auf den Almen können auch schon einmal Kühe mitten auf dem Weg stehen. Einkehr in der Gamsblickhütte möglich, die von Mitte Mai bis Anfang Oktober bewirtschaftet wird. Wem die Wanderung zu einfach ist, der geht die Tour über den Trassensteig zum Plattachsee. Die ist etwas anspruchsvoller.

Weißsee Gletscherwelt – Wandern in imposanten Bergpanoramen

Ich verfalle immer mehr der schönen Bergwelt. Die Umwanderung des Weißsees, mit einen kurzen Abstecher zum Gletscher Sonnblickkees, war bis jetzt meine schönste Wanderung in Österreich, die ich jederzeit gerne wiederholen würde. Die Landschaft ist abwechslungsreich und wunderschön. Selbst im Sommer sind hier noch Schneefelder zu überqueren. Eine sehr angenehme Temperatur zum Wandern.

Mit der Seilbahn geht es an vielen kleinen Wasserfällen vorbei, hoch zum Weißsee

Der Gebirgsstausee Weißsee wird hauptsächlich vom Schmelzwasser des Sonnblickkees gespeist

Der Berg ruft oder doch der See

Der Weißsee liegt im Nationalpark Hohe Tauern, im südlichen Stubachtal, unterhalb der Granatspitze auf 2.300 m Höhe. Der Name Stubach stammt von »stäubenden Wasser«. Das Stubachtal soll zu den landschaftlich schönsten Tauerntälern gehören. Es ist ca. 17 km lang hat 18 Seen, 25 Gletscher und 25 Almen.

Von Uttendorf, dem Eingang zum Stubachtal, geht es über die Panoramastraße mit ihren 13 Kehren bis zum Enzingerboden (1.480 m). Ich bin direkt von der Talstation Enzingerboden mit der Seilbahn zum Weißsee und Berghotel Rudolfshütte hochgefahren. Für die Berg- und Talfahrt habe ich 21,50 Euro bezahlt. Es ist auch möglich von der Talstation bis zum Weißsee zu wandern. Dafür bracht man ungefähr 2,5 Stunden. Einen Tag zuvor bin ich bis zum Grünsee gewandert, der auf dem Weg zum Weißsee und Berghotel Rudolfshütte liegt. Es gibt auch die Möglichkeit mit der Seilbahn, von der Mittelstation Grünsee, hoch zum Weißsee zu fahren. Ihr könnt die Strecke so etwas abkürzen, natürlich auch die Höhenmeter. Der Rundweg, mit Abstecher zum Sonnblickkees, ist fast 6 km lang. Es müssen 270 Höhenmeter bewältigt werden. Wobei nur der Weg kurz nach der Staumauer recht steil ist. Schwindelfrei sollte man für dieses Stück besser doch sein.

Über die Staumauer und Leitern kann der Weißsee umrundet werden – der einfachere Gletscherweg führt links am See entlang

Das Berghotel Rudolfshütte liegt direkt am Weißsee und ist nur über die Seilbahn oder zu Fuß zu erreichen

Auf geht´s

Das Wetter war recht durchwachsen. Aber ich mag es, wenn die dunklen Wolken an den Bergen vorbeiziehen. Am Anfang der Wanderung hat es sogar etwas geregnet, was den steilen Aufstieg über die Leitern erschwerte. Ja, bei dieser Wanderung musste ich mich wieder überwinden, mit meiner Höhenangst, die aber immer besser wird. Also, an der Stelle mit den Leitern und Seilen nicht so oft zurückschauen, sondern nach vorne! Wahrscheinlich empfand ich die Wanderung auch deshalb so schön. Jetzt kann ich wieder ein bisschen mehr Stolz auf mich sein 😉

Es war sehr angenehm, dass hier nur wenige Menschen unterwegs waren. Ich habe damit gerechnet das hier oben mehr los ist, auch schon wegen des Berghotels. Vielleicht lag es am schlechten Wetter oder dass im Sommer einfach weniger Wanderer unterwegs sind, als im Winter Skifahrer.

Wanderweg zum Gletscher Sonnblickkees

Ein wunderbarer Ausblick auf die umliegenden Berge

Ist der Aufstieg erst einmal geschafft, geht es fast schon gemütlich weiter, über den steinigen Wanderweg und ein paar Schneefelder, bis zum Gletscher Sonnblickkees. Übrigens, mein erster Gletscher, der durch die immer höheren Temperaturen leider auch immer mehr zurückgeht. Vom Sonnblickkees bin ich noch etwas weiter rechts zum zweiten Gletschersee gewandert um Fotos zu machen und die Aussicht zu geniessen.

Der leichtere Gletscherwanderweg, mit mehreren Informationstafeln, führt links an den Weißsee vorbei. Der Weg ist ohne Leitern und einfach zu begehen. Über den gleichen Weg geht es dann aber auch wieder zurück. Die Landschaft mit den 3.000er Gipfeln  hat mich wirklich beeindruckt. Überall kleinere Wasserflächen in denen sich die Landschaft und Wolken spiegeln.

Das Stubacher Sonnblickkees

Sonnblickkees mit Gletschersee

Ca. 200 m weiter rechts ist ein weiterer Gletschersee

Ein guter Eindruck wie groß die Bergkulisse ist – eine Gruppe Wanderer auf dem Schneefeld (kleine Punkte, oberes Schneefeld, Mitte)

Auf der linken Seite ist der zweite Gletschersee zu sehen, rechts hinter dem Felsen ist das Sonnblickkees

Sonnblickkees

Brücke über den Gletscherfluss

Weißsee mit Rudolfshütte

Meine Wanderung um den Weißsee

Weitere Informationen

www.gletscherwelt-weissee.at

www.alpinzentrum-rudolfshuette.at

Zauberhaft mystisch – Das Felsenmeer Hemer

Wochenende und schönes Wetter – wo soll es dieses Mal hingehen? Ich gebe euch einen kleinen Ausflugstipp: Das beeindruckende Felsenmeer Hemer. Das Surfbrett muss aber zu Hause bleiben! Hohe Wellen gibt es hier nicht.

Das Felsenmeer liegt im Sauerland und ist eines der bedeutendsten Geotope in Deutschland. Beeindruckende Felsformationen – Schluchten, Spalten, kleine Höhlen in denen Fledermäuse leben – verteilen sich auf einer Länge von 700 m und einer Breite von 100 – 200 m. Wanderwege führen durch den größtenteils schattigen Buchenwald. Das Felsenmeer steht unter Naturschutz. Die Wanderwege dürfen zum Schutz der Tier- und Pflanzenwelt nicht verlassen werden. Das Gebiet ist in drei Teile eingeteilt, das „Große Felsenmeer“, das „Kleine Felsenmeer“ und das „Paradies“. Südlich des Felsenmeeres befindet sich die Heinrichshöhle. Die Tropfsteinhöhle kann mit einer Führung besichtigt werden. Die Höhle ist durch ihre reichhaltigen Knochenfunde eiszeitlicher Tiere wie z.B. Höhlenbär, Mammut, Riesenhirsch, Höhlenhyane, Wollhaarnashorn bekannt geworden. Eine Besonderheit der Höhle ist das lebensechte Modell eines 2,35 Meter langen Höhlenbärenskelettes.

Kirchturm von der Stadt Hemer

Der Wanderweg 8 A führt zur Heinrichshöhle, die besichtigt werden kann und durch das Felsenmeer

Große Felsbrocken, die oft mit Moos bewachsen sind, verteilen sich im Naturschutzgebiet

Das Gestein vom Felsenmeer ist vor etwas 385 Millionnen Jahren entstanden. Zu dieser Zeit verlief ein großes tropisches Korallenriff von Wuppertal über Hagen und Iserlohn, bis ins Hönnetal. Noch heute sind Versteinerungen von den Riffbewohnern zu erkennen. Im Laufe der Zeit löste das durchströmende Wasser einen Teil des Kalks auf. Vor 20 – 30 Millionen Jahren entstand eine Karstlandschaft mit einem ausgedehnten Höhlensystem. Seit dem 9. Jahrhundert wurden zusätzlich von den Menschen Eisenerze abgebaut. Menschliche Nutzung und geologische Vorgänge haben das Felsenmeer zu dem gemacht, was es heute ist.

Die Holzbrücke führt über das „Kleine Felsenmeer“

Das unwegsame Gelände kann über einen Panoramaweg begangen werden. Die 62 m lange freischwebende Brücke ermöglicht einen beeindruckenden Blick über das „Kleine Felsenmeer“. Die Felsen selber dürfen nicht betreten werden.

Der Panoramaweg geht durch das „Kleine Felsenmeer“

Der Blick von oben

Das „Kleine Felsenmeer“

Von der geschwungenen Brücke geht es auf den unteren Holzsteg

Direkt zu den Felsen

Vorbei an wuchtigen Gesteinsformationen

Immer wieder schöne Lichtungen im Buchenwald

Ein naturbelassener Abschnitt mit viel Totholz, indem zahlreiche Tiere ihren Lebensraum gefunden haben

Kalkhaltiger Untergrund sorgt für stattliche Einzelbäume

Die Aussichtsplattform über dem „Große Felsenmeer“

Blick von der Aufsichtsplattform auf das „Große Felsenmeer“

In luftiger Höhe über dem Hunsrück – Geierlay Hängeseilbrücke

An einem verlängerten Wochenende ging es zum Wandern in den Hunsrück. Der Hunsrück ist ein Mittelgebirge und liegt in Rheinland-Pfalz. Ein kleinerer Teil liegt im Saarland mit dem 816 m hohen Erbeskopf, dem höchtsen Gipfel.

Die ersten Schritte über die Geierlay Hängeseilbrücke

100 m über dem Hunsrück

Mein Ziel – ein wohl oft gesehenes Motiv im Internet – war die Geierlay Hängeseilbrücke. 100 m hoch und 360 m lang. Trotz meiner Höhenangst, die ich immer mehr in den Griff bekomme, bin ich über die schwingende Hängebrücke gegangen und sogar in der Mitte stehen geblieben, um  Fotos zu machen. Auch wenn ich etwas mit den Schwingungen der Brücke beschäftigt war und mich sicherheitshalber an den Drahtseilen entlang gehangelt habe. Die 360 m habe ich geschafft! Zur Belohnung könnt ihr euch aus einem Automaten auf der anderen Seite ein Armband mit dem Schriftaufzug „Ich bin drüber“ kaufen 😉

Die Brücke war auch vormittags gut besucht. Groß und Klein tummelten sich auf und um die Geierlay herum. Angeleinte Hunde liefen problemlos mit über die Brücke. So mancher Besucher hat aber doch weiche Knie bekommen. Die Hängeseilbrücke ist in dem kleinen Ort Mörsdorf der Touristenmagnet. Sie gehört zu den längsten Hängeseilbrücken Europas. Die Eröffnung war im Oktober 2015.

Blick von der Geierlay über den Hunsrück und auf eine Gruppe Wanderer, die in einer Lichtung Pause machen

Vom Wanderweg Geierlayschleife kann die Brücke bestaunt werden

Die Hängeseilbrücke spannt sich über dem Mörsdorfer Bachtal,
zwischen den Gemeinden Sosberg (Kreis Cochem-Zell) und Mörsdorf (Kreis Rhein-Hunsrück)

Rund um die Geierlay gibt es zahlreiche und gut ausgeschilderte Wanderwege. Ich bin erst einen Teil der 6 km langen Geierlayschleife gewandert. Um die Wanderung etwas zu verlängern ging es dann weiter über die Schieferhölen-Runde. Somit hatte die Wanderung eine Länge von 17,1 km. Wobei mein liebstes Fotomotiv die Hängeseilbrücke war. Auch von unten konnte ich beeindruckende Fotos schießen. Von dieser Perspektive wurde mir einmal mehr bewusst wie hoch die Brücke ist. Das Überqueren der Geierlay Hängeseilbrücke ist kostenlos. Gebührenpflichtige Parkplätze gibt es direkt am Besucherzentrum in Mörsdorf sowie weitere im Ort. Ein Parkplätze für Wohnmobile steht auch zur Verfügung.

Von den Wanderwegen hat man immer wieder einen schönen Ausblick auf die Geierlay Hängeseilbrücke

Wanderung unter der Geierlay

In luftiger Höhe – 100 m hoch

Mörsdorfer Bach am Saar-Hunsrück-Steig

Auf dem Weg der Schiefernhöhlen-Runde

Der Wanderweg führt durch Rapsfelder

Der Wald der Schieferhöhlen-Runde ist sehr dicht, hat aber auch viele Lichtungen

Auf dem Wanderweg gibt es auch eine kleine Schieferhöhle zu entdecken

Die Schieferhöhle ist ca. 5 m lang

Die Wanderwege der Schieferhöhlen-Runde sind mal etwas breiter oder schmal und steil

Meine Wandertour im Hunsrück über die Geierlay Hängeseilbrücke

Coole Typen im Federkleid

Ein kleiner Ausflug in die Welt der Greifvögel. Darunter recht markante Typen. Ich habe mich bei den Bildern auf Tier-Portraits konzentiert und bewusst fast nur die Köpfe formatausfüllend dargestellt. Jedes Tier hat seine Darseinsberechtigung und ist auf seine Weise schön. Auch die nützlichen aasfressenden Geier. Die Müllpolizei in Afrika. Die von mir fotografierten Geierarten leben hauptsächlich südlich der Sahara.

Meine Geier-Bilder, sowie die anderen Federtiere, sind waschechte deutsche Vögel … in der Adlerwarte Berlebeck fotografiert. Die Adlerwarte ist die artenreichste Greifvogelwarte Europas. In der Aufzucht- und Pflegestation werden heimische verletzte Greifvögel und Eulen aufgepäppelt und wieder in die Freiheit entlassen. In Ecuador hat sich die Adlerwarte an einem Hilfsprojekt des Parque Condor beteiligt, der sich für die Aufzucht und Auswilderung der Andenkondore engagiert.

In den wärmeren Monaten wird ein Freiflugprogramm angeboten. Es ist schon atemberaubend die großen Greifvögel fliegen zu sehen.

Mit einer Flügelspannweite von bis zu 3 m ist der Andenkondor der größte Geier der Welt

Der Kappengeier lebt südlich der Sahara bis über weite Teile Afrikas, an der Küste, Sumpfgebieten, im flachen Hinterland, Mittelgebirge oder lichten Wäldern

Der Kappengeier gehört mit einer Flügelspannweite von 150 – 165 cm zu den kleineren Geierarten

Der gesellige Gaukler segelt fast den ganzen Tag über die Savannen Afrikas und legt dabei bis zu 500 km am Tag zurück

Der Gaukler hat eine Flügelspannweite von 160 – 180 cm

Der Schopfkarakara lebt in Südamerika, von Feuerland bis zur nördlichen Amazonas-Region, bis ins südliche Peru. Er liebt seine regelmäßigen Staubbäder

Der Seeadler, ein deutscher Mitbewohner, mit einer Flügelspannweite von bis zu 240 cm, ernährt sich hauptsächlich von Fisch und Wasservögeln

Die Schnee-Eule lebt ausschließlich auf der Nordhalbkugel – Nordeuropa, Island, Kanada, Alaska, Sibirien und auf Grönland

Die Schnee-Eule hat eine Flügelspannweite von 140 – 165 cm. Der Schnabel ist überwiegend von weißen Vibrissen (kleinen Federn) bedeckt

Ostern – Fotoshooting mit Tieren

Dieses Jahr zu Ostern wurde ich gefragt ob ich ein Ostermotiv für die Katzenhilfe erstellen kann. Gesagt, getan … und für die Katzen doch immer gerne! Lange habe ich überlegt in welche Richtung es gehen könnte. Vorgaben wurden mir keine gemacht. Aus dem Internet dürfen nicht einfach Bilder verwendet werden, die dann auch noch auf einer anderen Website oder für Werbezwecke im kommerziellen Bereich genutzt werden. Entweder sollte also etwas grafisches werden oder ein selbst arrangiertes Bild.

Der Weg zum Ostermotiv

Heute zeige ich euch meinen Weg zu einem Fotomotiv mit Katze. Mit vielen Bildern und Gesichtsausdrücken der pelzigen Hauptakteure. Denn es ist nicht ganz so einfach ein schönes Foto mit Tieren, die ihren eigenen Kopf haben, sich ständig bewegen, so gut wie nie in die Kamera schauen und mit den Accessoires spielen, hinzubekommen. Ein klarer Vorteil ist natürlich sein eigenes Tier in gewohnter Umgebung zu fotografieren. Ist das Tier dann auch noch verfressen, so wie mein Kater Dusty … dann ist das Bild schon so gut wie im Kasten. Ok … fast.

Erst einmal brauchte ich einen schönen Hintergrund. Die ersten Fotos auf einem Sofa waren meiner Ansicht nach viel zu unruhig. Auch die dahinter drapierten Wohnaccessoires machten es nicht besser. Dusty fand es anscheinend auch nicht so passend und war schnell wieder weg.

Der nächste Tag. Es musste etwas anderes her. Also habe ich eine Fotoleinwand aufgebaut, damit ich einen homogenen Hintergrund hatte. Ein externer Blitz leuchtete mein Set gut aus. Da meine Katzen nicht immer so koorperativ sind, habe ich die richtigen Kameraeinstellungen und den externen Blitz vorher ausprobiert. Die Oster-Accessoires und eine Raubkatze die nicht weglaufen konnte, waren dafür bestens geeignet.

Auf dem Weg zu einem professionellen Foto

Nachdem dann alle Kamera- und Blitzeinstellungen stimmten und noch zwei weitere helfende Hände da waren, schließlich musste einer die Katze bei Laune halten und der andere stets den Finger am Auslöser haben, ging es los mit dem Shooting.

Da mir das Bild immer noch zu unruhig war, habe ich die Accessoires etwas anders angeordnet und weiter reduziert. Weniger ist mehr! Dann kam meine andere neugierige Katze Gonzo, um zu schauen ob alles mit rechten Dingen zugeht. Zudem, lässt es sich auch gut spielen mit den rollenden Eiern 😉

Auch Katzen können doof aus der Wäsche gucken!

Wie wir Menschen können natürlich auch Tiere einen komischen Gesichtsausdruck hinterlassen. Und für ein schönes Ostermotiv brauchte ich ein schönes Oster-Katzengesicht das in die Kamera lächelt. So gut es eben geht 😉 Wir waren noch nicht ganz da wo wir hinwollten mit dem Gesichtsausdruck. Aber es sollte ja noch besser werden. Hier eine kleine Auswahl von meinem Model Dusty.

Mit dem leicht verändertem Fotoset und vielen Leckerlies ging es dann mit Dusty weiter. Es hat etwas gedauert Dusty in eine Position zu bringen die gut aussah. Er war ständig in Bewegung und lies die Leckerlies nicht aus den Augen.

Das finale und fertige Bild!

Nach Abstimmung durch Freunde und Verwandte haben wir uns für ein Bild entschieden. Ich habe das Bild noch etwas in Lightroom bearbeitet. Den Hintergrund etwas aufgehellt und die Farbsättigung etwas höher gestellt. Einen grünen Papierschnipsel, den ich störend fand, habe ich in Photoshop zusätzlich wegretuschiert.

Falls du noch weitere Tipps oder Ideen für ein Fotoshooting mit Tieren hast, freue ich mich wenn du mir schreibst!

841,9 m ü.n.N – Dritthöchster Berg im Rothaargebirge

Der Kahle Asten – Besuch des Königs im Sauerland

Nach tagelangem schlechten Wetter sollte es endlich wieder besser werden. Laut Wetterbericht am Nachmittag Sonnenschein und strahlend blauer Himmel. Also, morgens schnell ins Auto gesetzt und gen Süden ins schöne Sauerland gefahren. Für einen fantastischen Rundumblick wollte ich ganz hoch hinaus. Eben so hoch wie es geht, hier bei uns in der Nähe. Also habe ich mir das zweithöchste Ziel in NRW ausgesucht – der Kahle Asten im Hochsauerland bei Winterberg. Der bekannteste Berg im Sauerland. Mit dem Auto kannst du bis zum Gipfel des Kahlen Astens hochfahren. Oben stehen mehrere gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Ein eisiger Wind wehte über die Hochheide und es waren für mich gefühlte -10 Grad kalt, WENIGSTENS! Frostbeule … nein ich doch nicht. Die weiß vereisten Bäume sahen wirklich toll aus. Teilweise lag noch Schnee. Der Kahle Asten soll bis zu 100 Tage im Jahr unter einer geschlossenen Schneedecke liegen.

Hochheide auf dem Kahlen Asten

Ausblick auf die umliegenden Berge

Astenturm

Auf dem Gipfel steht die Wetterwarte des Deutschen Wetterdienstes, die schon 1918 eingerichtet wurde und auch besichtigt werden kann. Über eine Wendeltreppe kommst du auf die Aussichtsplattform und kannst die umliegenden Berge genießen.

Im Astenturm befindet sich auch eine Ausstellung des LWL-Museums für Naturkunde die die Entstehung des Gebietes am Kahlen Asten zeigt, sowie die dortigen Pflanzen und Tiere. In dem Gebäude ist auch ein Hotel und Restaurant. Bei den kalten Temperaturen war das für mich eine willkommene Gelegenheit eine heiße Schokolade zu trinken und einen Muffin zu essen! Und ZACK, waren die vorher mühsamen, in der eisigen Kälte abgestrampelten Kalorien schnell wieder drauf 😉

Auf dem Kahlen Asten gibt es viele Wanderwege. Wegen der Kälte durch den Wind bin ich einen kleineren Rundweg gegangen. Da ich mittlerweile, durch meine Bergwanderungen in Slowenien, eine begeisterte Wanderin geworden bin, möchte ich den Kahlen Asten bei wärmeren Wetter  erneut besuchen.

Wanderer auf dem Kahlen Asten

Ausblick vom Kahlen Asten

Das Panorama von der Hochheide habe ich aus drei Bildern zusammengesetzt – musst du dir besser in der Großansicht anschauen

Skiliftkarussell Winterberg

Angrenzend zum Kahlen Asten ist das größte Skigebiet im Sauerland – das Skiliftkarussell Winterberg. An diesem Tag wurden die Pisten mit Kunstschnee präpariert. Das Skiliftkarussell Winterberg hat eine der größten und modernsten Beschneiungsanlagen. Echter Schnee wäre mir lieber gewesen, aber so geht es auch … vielleicht fahre ich hier in ein paar Wochen noch einmal hin um die echte weiße Pracht zu bewundern.

Durch die Schneekanonen kann von Dezember bis März Wintersport betrieben werden. Es gibt hier 28 Abfahrten von leicht über mittelschwer bis schwer, auf einer Länge von 26 km. Ski oder Snowboard fahren ist nicht so meins. Wintersportbegeisterte werden hier aber ganz bestimmt ihren Spaß haben. Für Après Ski ist auch gesorgt – es gibt hier 10 gemütliche Hütten für gesellige Runden. Na dann … viel Spaß!

Skiliftkarussell Winterberg

In Winterberg gibt es 26 Liftanlagen

Heute waren nicht alle Liftanlagen in Betrieb

www.skiliftkarussell.de

Meine kleine Fledermaus Dusty hat Toxoplasmose

Hier ist er … meine kleine Fledermaus Dusty. Dusty hat wesentlich größere Ohren als meine anderen Katzen. Das macht sich vielleicht auch etwas beim Füttern bemerkbar ;-). Sobald ich nur seine Futterdose öffne oder die raschelnde Verpackung von den Leckerlis berühre steht Dusty neben mir. Die Öhrchen sind ein herausstechendes Merkmal was ihn zu einem besonderen Kater macht.

Bei meinem Kater wurde Toxoplasmose diagnostiziert

Da sich ja doch ein paar Erfahrungen über Katzenkrankheiten in den Jahren ansammeln, möchte ich dir heute etwas über Dustys Erkrankung erzählen.

Wie jeden Morgen vor der Arbeit folgte mir Dusty noch auf Schritt und Tritt, ließ seinen Futternapf nicht aus den Augen. Als ich abends nach Hause kam habe ich mich gewundert das Dusty mich nicht wie sonst an der Haustür begrüßt hat. Nur meine Katze Gonzo kam mir freudig entgegen gelaufen. Dusty lag auf dem Boden schnurrte und ließ sich ausgiebig streicheln, stand aber nicht auf. Ich dachte erst er hätte einen schlechten Tag. Ich machte das Katzenfutter fertig und der immer hungrige Kater wackelte auf mich zu. Er konnte seine Hinterbeine nicht mehr richtig koordinieren und kippte beim Laufen regelrecht um. Er konnte auch nicht mehr richtig fressen. Seine Hinterbeine rutschten auseinander. Selbst beim Sitzen hatte er Probleme sein Gleichgewicht zu halten. Dusty hat sein Futter stehen lassen, was schon sehr ungewöhnlich war. Er krallte sich mit seinen Vorderpfoten auf seinen Schlafplatz hoch. Als er wieder runter wollte, purzelte er einfach vorne über. Ich machte mir richtige Sorgen.

Dusty hatte neurologische Störungen

Und das alles von heute auf morgen, ohne das ich zuvor eine Änderung im Verhalten an ihm bemerkt hatte. Beim Tierarzt wurden neurologische Tests gemacht und bestätigt dass er wesentliche Probleme hatte und wahrscheinlich auch eine Hirnhautentzündung, die diese Störungen auslöste. Auf dem Boden der Praxis taumelte Dusty dicht an der Schrankwand entlang um sein Gleichgewicht zu halten. Ihm wurde Blut abgenommen. Da es schon Freitag war wurde er vorbeugend, um auch keine Zeit zu verlieren, über das Wochenende mit Medikamenten versorgt. Am Montag darauf kam die Diagnose. Es war wirklich Toxoplasmose. Der Verdacht der Tierärztin hat sich bestätigt. Dusty bekam für vier Wochen ein Antibiotikum, damit auch das schwer zu erreichende Hirnwasser und Rückenmark erreicht wird. Nach zwei Tagen ging es ihm schon wesentlich besser. Er hat sich recht langsam bewegt, aber verlor nicht mehr so oft sein Gleichgewicht.

Ich war doch sehr erschrocken über den schnellen Krankheitsverlauf. Die Tierärztin bestätigte mir dass das durchaus so sein kann. Da Dusty ein reiner Wohnungskater ist, könnte er sich über die Schuhe, Kleidung oder auch das Katzengras angesteckt haben. Toxoplasmose ist eine Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten Toxoplasma gondii verursacht wird. Viele Säugetiere, einige Vogelarten und auch der Mensch sind für Toxoplasma gondii empfänglich und können erkranken. Die Katze ist der Endwirt und somit dass einzige Tier, bei dem die Entwicklung von Toxoplasmen vollständig ablaufen kann ohne einen Zwischenwirt zu benötigen. Eine erkrankte Katze scheidet mit ihrem Kot die Erreger aus, die erst nach 24 Stunden ansteckend werden. Es besteht also keine Ansteckungsgefahr wenn das Katzenklo täglich gereinigt wird. Und ich reinige die Katzenklos sowieso zwei Mal am Tag, wenn nicht öfters. Der Duft von einem Katzenhaufen kann sich ja doch recht ordentlich in der Wohnung verteilen. Für mich war die Sache mit der Ansteckungsgefahr auch sehr wichtig, da ich noch eine zweite Katze habe.

Alles in allem bin ich sehr erleichtert das es Toxoplasmose war und mit Medikamenten behandelt werden kann. Alles andere wäre laut der Tierärztin wesentlich schlechter gewesen, bei solchen neurologischen Störungen die Dusty hatte. Die abschließende Untersuchung mit einer weiteren Blutabnahme steht noch an.

Nachtrag

Dusty ist wieder gesund. Mir wurde aber von der Tierärztin gesagt dass die Toxoplasmose wieder kommen kann, wenn sein Immunsystem schwächelt. Ich hoffe jetzt einfach das mein Dusty diese Krankheit gut überstanden hat.

Ausführlichere Informationen findest du unter diesem Link:

Toxoplasmose