Slowenien, UNTERWEGS IN
Kommentare 2

Kobarid – Erinnerung an die Isonzoschlacht von 1917 aus dem Ersten Weltkrieg

Aktualisiert am 21. Dezember 2018 von Lichtwolken

Die 12. Isonzoschlacht oder Schlacht von Karfreit (slowenisch Kobarid) fand im ersten Weltkrieg, am Fluss Isonzo (italienisch), Soča (slowenisch) statt. Italien erklärte im Ersten Weltkrieg Österreich-Ungarn den Krieg. Über eine Million Soldaten mussten in den 12 Isonzoschlachten sterben. Von Triest bis nach Südtirol kämpften beide Truppen gegeneinander unter schwierigsten Bedingungen in der Alpenfront. Am 24. Oktober 1917 begann die letzte Schlacht von Bovec bis Tolmin. Die Kämpfe dauerten, vor allem im Gebirge, bis zum Dezember an.

Auf einer Wandertour zum Bergsee Jezero v Lužnici habe ich mehrere Überreste aus dem Ersten Weltkrieg gefunden. Sogar der Berggipfel des Krn wurde damals weggesprengt. Normalerweise wäre er ein paar Meter höher. Der Krn war damals ein wichtiger Stützpunkt der italienischen Armee. Die Gomiščkovo zavetišče na Krnu (Krn Hütte) auf 2182 m, kurz unterhalb des Gipfels, war damals die italienische Militärunterkunft.

In Erinnerung an die Schlachten habe ich in Kobarid originale Bilder abfotografiert, die in direkter Nähe des Museums Karfreit an Hauswänden ausgestellt sind. Das Museum Karfreit ist sehr interessant um sich über den Krieg und die Schlachten zu informieren. Dort habe ich einige ausgestellte Granaten gesehen die optisch zu meinen gefunden rostigen Splittern passten. Leider darf im Museum selber nicht fotografiert werde. Der Krn Raum des Museums war für mich mit am interessantesten, da ich gerne in den Bergen bin. Dort steht ein Modell im Maßstab 1 : 1000 des Krn, der Batognica und der benachbarten Gipfel. Dort konnte ich mir einen guten Überblick zu den unterschiedlichen Wanderwegen, die auf den Krn führen, machen. Viele Wanderwege wurden damals von russischen Kriegsgefangenen angelegt.

Lebensmittel, Wasser und Kriegsmaterial wurden mit Pferden auf die Berge transportiert. Viele Pferde starben an Unterernährung. In den Mägen wurden bei Obduktionen Steine und Erde gefunden, welche die Tiere aus Hunger gefressen haben.

Neben den Schlachten wurden auch alltägliche Dinge, wie das Rasieren, erledigt.

Pri B’zjak Holiday Home (Gebäude in der Mitte).

Für Transporte halfen auch Hundegespanne.

Entlang der Straße Gregorčičeva ulica.

Kobarid im Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Zwei Kajakfahrer auf der smaragdgrünen Soča, kurz vor der Napoleonbrücke in Kobarid.

Während der beiden Weltkriege spielte die Napoleonbrücke eine zentrale Rolle. Die Schlucht unter der Brücke ist 200 Meter lang und 15 m tief. Die Soča höhlte den Felsen aus und formte die Schlucht.

Weitere Informationen

www.kobariski-muzej.si

2 Kommentare

Kommentar verfassen