Österreich, UNTERWEGS IN
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Zwischen mächtigen Felswänden – Die Sigmund-Thun-Klamm

Heute habe ich wieder eine Klamm besucht. Davon gibt es in Österreich ja recht viele. Und die begeistern mich immer wieder. Bei mir zu Hause, auf dem flachen Land, gibt es so ein schönes Naturschauspiel leider nicht.

Am Anfang der Sigmund-Thun-Klamm

Kleiner Wasserfall in der Sigmund-Thun-Klamm

Eine kleine Klamm, aber auf jeden Fall empfehlenswert. Die Sigmund-Thun-Klamm liegt am Rand des kleinen Touristenorts Kaprun. Durch die 320 m lange Klamm führen Holzstege und Brücken direkt über und am tosendem Wasser entlang. Die Klamm ist an einigen Stellen wirklich sehr schmal. Die Felswände ragen bis zu 32 m empor. An einem Wasserfall ist ein kurzer Abschnitt des Holzstegs überdacht. Trotzdem wurde ich etwas nass und musste meine Kamera verstauen.

Es gibt keinen Gegenverkehr, die Klamm kann nur in eine Richtung durchlaufen werden. Zum Fotografieren ein großer Vorteil. An diesem Tag war recht wenig los. Mein Glück! Vielleicht auch weil die Klamm zu den kleineren gehört und schneller zu durchlaufen ist. Zurück zum Eingang geht es über einen Weg oberhalb der Klamm.

Das Wasser der Ache formt die Klamm

Am Wasserfall ist ein kurzes Stück des Holzstegs überdacht

Vom Eintrittspreis wird die laufende Pflege und jährliche Instandhaltung des Holzstegs finanziert

An einigen Stellen etwas nass

Entlang der Sigmund-Thun-Klamm

Klammhexe und Klammgeist

Kurz vorm Ausgang der Klamm verabschieden mich die Klammhexe und der Klammgeist. Schilder weisen auf die beiden Felsformationen hin. Dafür braucht man nicht einmal viel Fantasie um die beiden zu entdecken! Am Ausgang habe ich über einen Lehr- und Wanderweg den schönen Klammsee umrundet. Von hier aus ist sogar die Staumauer vom Wasserfallboden zu sehen.

Der Klammsee mit Blick auf die Limbergsperre vom Wasserfallboden

Die Kapruner Ache – Ein Gebirgsfluss im Kapruner Tal

Zur Entstehung der Sigmund-Thun-Klamm: Ein großer Gletscher bewegte sich vor etwa 14.000 Jahren langsam durch das Kapruner Tal. Als der Gletscher abschmolz hinterließ er den besonderen Taleinschnitt. Die Kapruner Ache entspringt unterhalb des Kaprunertörl (2639 m) und erreicht nach etwa 1 km den Stausee Mooserboden. Die Hochgebirgsstauseen Kaprun sind auf jeden Fall einen Besuch wert! Ich war schon zwei Mal dort. Vom Stausee Mooserboden fällt die Kapruner Ache steil ab zum Kesselfall (Alpenhaus) und erreicht kurz vor Talende den kleineren Stausee, den Klammsee und dann die Sigmund-Thun-Klamm. Der Gebirgsfluss hat sich bis zu 32 Meter tief in den Fels eingeschnitten und die Sigmund-Thun-Klamm geformt.

Weitere Informationen

www.klammkaprun.at

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